Die Primärbibliographie von Christian Rabanus

Eine der wichtigsten Vorarbeiten zur Erschliessung des Jaspers’schen Werks ist die von der Karl Jaspers-Stiftung in Auftrag gegebene Primärbibliographie der Werke von Karl Jaspers.

Die erste Auflage erschien im Jahr 2000. Herausgeber ist Christian Rabanus.

In die Bibliographie wurden bis ins Jahr 1969 (Jaspers’ Todesjahr) alle Auflagen aller Veröffentlichungen von Texten Jaspers’ aufgenommen, die auffindbar waren und die in einem im weitesten Sinne wissenschaftlichen Kontext standen. Aus der Zeit nach Jaspers’ Tod wurden von zu Jaspers Lebzeiten erstveröffentlichten Texten nur noch Neuauflagen, Neuausgaben, die jeweils jüngste Auflage und Veröffentlichungen in neuen Kontexten (Wiederabdrucke in Zeitschriften und Sammelbänden) aufgenommen. Von den posthum erschienen Schriften Jaspers’ wurden die Erstveröffentlichung sowie dann ebenfalls nur Neuauflagen, Neuausgaben, die jeweils jüngste Auflage und Veröffentlichungen in neuen Kontexten aufgenommen. Nicht aufgenommen wurden Veröffentlichungen in „erbaulichen“ Lesebüchern und Kürzestveröffentlichungen in Unterrichtsmaterialien, die ohnehin auf die Veröffentlichung von ein paar Zeilen aus Texten Jaspers’ beschränkt und für den wissenschaftlichen Gebrauch ungeeignet sind.

 

Editorischer Nachtrag zur Neuauflage 2014

Im Kontext der Herausgabe der kommentierten Ausgabe der Schriften von Karl Jaspers wurde auf Initiative von Dr. Hans Saner und Prof. Dr. Anton Hügli eine Aktualisierung und Neuauflage der Primärbibliogaphie der Schriften von Karl Jaspers erarbeitet. Herausgeber ist wiederum Christian Rabanus.

Er schreibt dazu: „Die editorischen Prinzipien der ersten Auflage wurden für die Neuauflage beibehalten. Berücksichtigt wurden Publikationen von Texten Jaspers’, die bis spätestens 31. August 2013 veröffentlicht wurden.

Für die Neuauflage der Primärbibliographie konnte in weit grösserem Umfang als bei Erstellung der ersten Auflage das Internet als Informationsmedium genutzt werden. So wurden auch Übersetzungen aufgenommen, für die den Rechteinhabern keine Belegexemplare vorliegen. Damit war es möglich, ein mutmasslich recht vollständiges Bild der Verbreitung des Werkes von Karl Jaspers mittels der Bibliographierung zu erstellen.

Die Nutzung der weltweit zugänglichen Kataloge von Nationalbibliotheken, kommerziellen und nicht-kommerziellen Internetdienstleistern wie z.B. www.worldcat.org stellten den Herausgeber der Bibliographie allerdings auch vor die – letztlich teilweise unlösbare – Aufgabe, die in diesen Katalogen gefundenen Angaben zu überprüfen. Im Interesse der Vollständigkeit der Bibliographie wurden dann auch die Titel solcher Publikationen aufgenommen, die dem Herausgeber bzw. den dem Herausgeber zuarbeitenden Personen zwar nicht unmittelbar vorlagen, die allerdings in mehr als einer vertrauenswürdigen Quelle verzeichnet waren.

In einigen wenigen Fällen war es nicht möglich, den Inhalt von übersetzten Sammelbänden mit Schriften Jaspers’ genau zu ermitteln und zu verifizieren. In diesen Fällen wurde davon ausgegangen, dass alle Texte aus der deutschen Originalausgabe übersetzt wurden, und es wurden die deutschen Titel in eckigen Klammern unter den Übersetzungen verzeichnet, damit klar ist, dass es eine Übersetzung von den entsprechenden Texten gibt.“

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